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Vorfahrt für Fahrrad- und Fußverkehr in der Berliner Straße

Nach intensiven Beratungen in den Fachausschüssen hat die Gemeindevertretung am Mittwoch über die Fortführung der Planungen zur Sanierung der Berliner Straße entschieden. Eine Mehrheit sprach sich dafür aus, dabei insbesondere die Bedingungen für den Fahrrad- und Fußverkehr zu verbessern.

Worum ging es?

Zur Debatte standen vier Varianten für die zukünftige Straßenraumgestaltung der Berliner Straße (BV 152/2020) zwischen Rüdersdorfer und Brandenburgischer Straße. Die Gemeindevertretung hatte zu entscheiden, welche Variante als Grundlage für die Planungen weiterverfolgt werden soll. Die Berliner Straße ist als Verlängerung der Woltersdorfer Straße ein zentraler Abschnitt für eine längere Radverkehrsroute durch Schöneiche, die wichtige Orte wie den zukünftigen Standort einer weiterführenden Schule sowie die Musikschule und die Einkaufsmöglichkeiten in Grätzwalde, den Sportplatz, den Kleinen Spreewaldpark und das Ortszentrum verbindet. Entsprechende Planungsaufträge für die Woltersdorfer Straße beschloss die Gemeindevertretung bereits im Mai 2020.

Bürgermeister für einseitigen Rad- bzw. Gehweg

Bürgermeister Ralf Steinbrück (SPD) favorisierte die Variante 2. Demnach wäre nur auf einer Straßenseite ein Gehweg, auf der anderen ein Radweg für beide Richtungen geplant worden. In der Diskussion wurde diese Variante heftig kritisiert. Denn sowohl auf der Nordseite (Sportplatz, zukünftiges "Haus des Sports" und neues Wohngebiet), als auch auf der Südseite (bestehendes Wohngebiet, Kita) gibt es Orte, von denen ein umfangreicher Fuß- und Radverkehr ausgeht bzw. absehbar ausgehen wird. Mit Variante 2 müssten Fahrradfahrerinnen und Fußgänger - darunter viele Kinder und Jugendliche - besonders oft die Straße überqueren. Außerdem sind Nutzungskonflikte zwischen diesen Verkehrsteilnehmenden zu erwarten, wenn die Trennung zwischen Rad- und Gehwegen missachtet wird. Hinzu käme die fehlende Vorfahrt des Radverkehrs an einmündenden Querstraßen.

Gemeindevertretung bevorzugt mehr Platz für Fahrrad- und Fußverkehr

Besonders LINKE, GRÜNE und SCHÖN befürworteten deshalb die Variante 4. Hierbei sind beidseitige Gehwege und Fahrradstreifen auf der Fahrbahn vorgesehen. Das bietet ausreichend Platz für Fahrradfahrer und Fußgängerinnen in beiden Richtungen sowie eine räumliche Trennung zwischen den Verkehrsmitteln. Obendrein hat der Radverkehr auf der Hauptstraße Vorfahrt vor dem einmündenden Verkehr aus den Nebenstraßen. Dafür wird in Kauf genommen, dass etwas weniger Platz für Parkflächen zur Verfügung steht.

In ihrer Sitzung am 24.06.2020 stimmte die Gemeindevertretung auf Antrag der Linksfraktion mehrheitlich der Variante 4 zu (13 Ja, 8 Nein, 2 Enthaltungen) und folgte damit der einstimmigen Empfehlung des Verkehrsausschusses. Damit werden die Planungen für die Sanierung und Umgestaltung der Berliner Straße auf dieser Grundlage fortgeführt. Dagegen stimmten neben dem Bürgermeister die Fraktionen SPD, CDU und UBS.

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