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Foto: Lupus in Saxonia (2019)

Schöneiche prüft Carsharing-Angebot

In unserer Gemeinde könnte es bald ein Carsharing-Angebot geben. Im Mai beauftragte die Gemeindevertretung den Bürgermeister, die Voraussetzungen dafür zu prüfen. Einen entsprechenden Antrag dazu hatten die Fraktionen DIE LINKE und SPD gemeinsam eingebracht.

Die Idee ist einfach: Die Gemeinde schafft in diesem Jahr über ein Leasingmodell zwei E-Autos als Dienstfahrzeuge an. Abends, am Wochenende oder an Feiertagen, werden die Autos von den Rathausmitarbeiterinnen und -mitarbeitern nicht genutzt. Statt herumzustehen, könnten sie in dieser Zeit vermietet werden.

Dieses Modell gibt es deutschlandweit bereits in vielen Kommunen, zum Beispiel im Landkreis Barnim unter dem Namen BARshare. Dort könnte sich, wenn alles klappt, auch Schöneiche andocken und das bestehende Buchungs- und Bezahlsystem mitbenutzen.

Warum Carsharing?

Hinter dem Carsharing steht der Gedanke, ein Auto mit vielen Menschen zu teilen, ohne dass jede oder jeder selbst ein Fahrzeug besitzen muss. Ein eigener Pkw kostet durchschnittlich 425 Euro pro Monat. Wer nur gelegentlich fährt, spart mit Carsharing also eine Menge Geld. Das hilft zum Beispiel Familien mit niedrigen Einkommen, die sich ein eigenes Auto oft vom Munde absparen müssen. Wer etwa von "Hartz 4" leben muss, hat monatlich gerade einmal 39 Euro für Verkehr zur Verfügung.

Carsharing spart auch Platz. Denn unsere Autos steht meist den Großteil des Tages herum. Jedes nimmt dabei rund 12 Quadratmeter in Anspruch. Wer dank Carsharing auf ein eigenes Stehzeug verzichten kann, sorgt für weniger zugeparkte Straßen oder Grundstückseinfahrten. Und natürlich spart Carsharing auch Ressourcen, weil weniger Autos produziert werden müssen.

Das hat eine Mehrheit der Gemeindevertretung überzeugt. Sie stimmte dem Vorschlag mit 10 Ja- gegen 7 Nein-Stimmen bei 2 Enthaltungen zu.

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