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Roter Postbote - Über Spezialdemokraten und Wahlaussichten

Bevor ich mich, nach einiger Zeit des Schweigens, wieder zu Wort melde, wollte ich Ihnen nur kurz sagen, warum ich so genannt werde. In der Zeit des vom „Eisernen Kanzler“ Bismarck initiierten Sozialistengesetzes 1878 bis  1890 organisierte eine „Die Rote Feldpost“ getaufte illegale Organisation der SPD den Vertrieb der Parteipresse. Womit ich auch schon beim Thema wäre. Vor ein paar Tagen haben die sich als Erben von August Bebel und Wilhelm Liebknecht betrachtenden Sozialdemokraten den 150. Jahrestag der Gründung der SPD gefeiert. Doch mittlerweile hat sich die Partei nicht nur vom damaligen Rot getrennt und die Farbe der Arbeiterbewegung durch ein flottes Lila ersetzt. Auch die Inhalte von damals – soziale Gerechtigkeit und Frieden und schließlich den Sozialismus – durch Hartz IV und den Bombenkrieg gegen Jugoslawien und den Krieg in Afghanistan. Gleichwohl hat die SPD fleißig bei der LINKEN abgeschrieben und fordert jetzt sogar einen bundesweiten Mindestlohn. Scheinbar hat sie vergessen, dass sie zu Zeiten der Koalition mit CDU/CSU im Deutschen Bundestag gegen einen Gesetzentwurf der LINKEN für einen Mindestlohn gestimmt hat. Nun lehnen der sozialdemokratische Kanzlerkandidat und sein Parteichef bei jeder sich nur bietenden Gelegenheit eine Koalition mit der LINKEN ab. Glauben Peer Steinbrück und Sigmar Gabriel im Ernst, sie könnten einen Mindestlohn mit der früheren FDJ-Agitations- und Propagandasekretärin Angela Merkel durchsetzen? Dass die Zusammenarbeit von SPD und LINKEN möglich ist zeigen nicht zuletzt die Koalitionen in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Berlin lassen wir mal außen vor:Da haben sich die LINKEN  gehörig von Herrn Wowereit unterbuttern lassen. Ja, wäre unser scheidender Ministerpräsident Matthias Platzeck SPD-Vorsitzender geblieben, dann hätte einiges wohl anders ausgesehen. Meine Wahlprognose: Die LINKE kommt auf ein zweistelliges Ergebnis, wenn auch Sie, liebe Schöneicherinnen und Schöneicher, Ihr Kreuzchen an der richtigen Stelle machen. Wenn sich die Unionswähler in letzter Minute besinnen und ihre Zweitstimme der FDP geben, haben wir weitere vier Jahre Schwarz-Gelb. Oder die Liberalen schaffen es nicht, und dann gibt es wieder eine Große Koalition. An deren Ende landet die SPD unter 20 Prozent. Wenn es dann eine Frau oder einen Mann vom Format eines Matthias Platzeck an deren Spitze gibt, besinnt sich die SPD vielleicht auf „Die R o t e Feldpost“. Was den R o t e n Postboten richtig happy machen würden. Und sicher nicht nur ihn. 

 

 So, die Pflicht ruft. Sie wollen Ihre Post haben und ich muss noch rasch die Wahlbroschüren der NPD-Nazis, die mir meine Bosse wieder aufgehalst haben, in den Papiercontainer werfen.

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