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Quelle: die-linke.de

Nachruf für Johannes Rechenberger

Quelle: die-linke.de

Lange Jahre war er in der Gemeindevertretung und im Kreistag für die damalige PDS tätig. Nun ist er nach einem langen, ereignisreichen Leben verstorben. Die Schöneicher LINKE trauert um ihren ehemaligen Genossen Johannes Rechenberger. Ein Nachruf.

Ein gebrochenes Kämpferherz hat aufgehört zu schlagen. Am 12.Dezember ist Johannes Rechenberger kurz nach seinem 83.Geburtstag verstorben.

Der Ortsverband der LINKEN in Schöneiche bei Berlin sowie die Linksfraktion im Kreistag Oder Spree würdigen seine bedeutenden Verdienste innerhalb ihrer Gliederungen und in der Kommunalpolitik. In den 1990er Jahren und bis zu seiner plätzlichen Erkrankung Ende des Jahres 2001 war er ein Motor unseres Wirkens in der Gemeinde und im Kreis.

1994 in die Gemeindevertretung und in den Kreistag gewählt, setzte er sich unter anderem erfolgreich für den Erhalt des kommunalen Vermögens ein. Dass wir heute die Vorteile eines kommunalen Entsorgungsunternehmens genießen, haben wir auch Johannes Rechenberger zu verdanken. Der Erhalt des kommunalen Wohnungsbestandes, seine Pflege sowie der Schutz von Mieterinnen und Mietern von kommunalen Grundstücken der Gemeinde Schöneiche bei Berlin geht maßgeblich auf seinen Einsatz zurück.

In all den Jahren der Zugehörigkeit zur Gemeindevertretung arbeitete Johannes Rechenberger im Ortsplanungsausschuss und war lange Zeit dessen Vorsitzender. In gleicher Weise war er auf der Kreisebene tätig. Er initiierte und beeinflusste Bauvorhaben, Bebauungspläne und effektives Investitionsgeschehen.

In den 90er Jahren war er Fraktionsvorsitzender der PDS in der Gemeindevertretung. Immer war er bemüht, über Parteigrenzen hinaus eine Zusammenarbeit zu gestalten, solange dieses Bemühen nicht an politischer Voreingenommenheit scheiterte.

Soziale Ausgewogenheit bei gemeindlichen wie kreislichen Vorhaben zu erreichen, war ihm immer ein vorrangiges Anliegen. Für die Verfolgung dieses Ziels scheute er nicht die politische Auseinandersetzung und war nicht selten den Angriffen anderer Entscheidungsträger ausgesetzt.

In den letzten 10 Jahren seines Lebens war er auf die Hilfe seiner Frau und seiner Familie sowie von Pflegerinnen und Pfelgern angewiesen. Sein linkes Denken sowie sein kommunalpolitisches Interesse hatte er sich bewahrt, wenngleich er seine Partei zuletzt verlassen hatte.

Er starb in einem Pflegeheim in Grünheide mit verlorener Hoffnung und Enttäuschung über die nun fehlende Umsorge, wie sie ihm in häuslicher Pflege zuteil wurde, was leider nicht mit einem Platz im Pflegeheim hier in Schöneiche gemildert werden konnte.

Johannes Rechenberger bleibt als linker Mitkämpfer und Genosse in unserem Gedächtnis.


Beate Simmerl (Orts- und Fraktionsvorsitzende der Schöneicher LINKEN)

Dr. Artur Pech (Vorsitzender der Linksfraktion im Kreistag Oder-Spree)

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