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Gemeindevertretung fordert Erhalt der Regine-Hildebrandt-Schule in Erkner

In ihrer Sitzung am 25. September beschloss die Schöneicher Gemeindevertretung einstimmig einen Antrag der Linksfraktion und fordert in einer Erklärung den Erhalt der Regine-Hildebrandt-Schule für Kinder mit besonderem Förderbedarf in Erkner. Diese Forderung richtet sich an den Landrat sowie den Kreistag, die derzeit über eine Schließung des Standortes zu Gunsten eines Neubaus in Fürstenwalde beraten.

Hier die Erklärung im Wortlaut:

'Die „Regine Hildebrandt Schule“ ist eine Schule für Schülerinnen und Schüler mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt geistige Entwicklung. Zusätzlich können bei einigen Schülerinnen und Schülern Beeinträchtigungen in körperlicher und motorischer Entwicklung, sozialer und emotionaler Entwicklung, Sehen, Hören, Sprache und/oder Autismus vorhanden sein. In der Regel lernen Kinder bzw. Jugendlichen im Alter von 6 bis 18 Jahren an der Schule. Auf Antrag können sie bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres diese Schule besuchen. Derzeit beherbergt der Standort Erkner 48 Schülerinnen und Schüler, 16 Lehrkräfte, 5 Pädagogische Unterrichtshilfen und 2 Erzieherinnen und Erzieher. 80% der Lehrkräfte sind Sonderpädagogen mit einer Qualifizierung in den Fachrichtungen geistige Ent- wicklung, körperliche und motorische Entwicklung, soziale und emotionale Entwicklung, Sehen, Hören, Sprache und Lernen, 20% verfügen über eine sonderpädagogische Fachausbildung. Die Schule ist eine Ganztagsschule.

Mit dem vorliegenden Investitionsprogramm, das aktuell in den Fachausschüssen des Kreis- tages beraten wird, plant der Landkreis Oder-Spree die Schließung des Standortes Erknerder „Regine Hildebrandt Schule“ und sieht stattdessen ausschließlich Investitionen am Standort Fürstenwalde vor. Diese Investitionen am Standort Fürstenwalde sind dringend erforderlich, dürfen jedoch keine Schließung des Standortes Erkner nach sich ziehen. Dies hätte einschneidende Konsequenzen für die Schülerinnen und Schüler aus der Gemeinde Schöneiche bei Berlin und den anderen Gemeinden des westlichen Landkreises Oder-Spree. Bereits heute sind für sie teilweise Fahrtzeiten von bis zu 1,5 Stunden je Strecke zu verzeichnen. Bei Schulwegen bis nach Fürstenwalde ist eine Verlängerung des Schulweges um ein Vielfaches zu erwarten. Für in Berlin arbeitende Eltern wird der persönliche Kontakt mit Lehrkräften und Betreuungspersonen zusätzlich erschwert. Dabei ist mit der wachsenden Bevölkerung in unserer berlinnahen Region auch mit einem Anstieg der Zahlen von Kindern mit besonderen Förderbedarfen zu erwarten.

Der Erhalt des Standortes Erkner der „Regine Hildebrandt Schule“ ist für die Kinder mit dem höchsten Betreuungs- und Förderbedarf sowie ihre Familien aus unserer und den Nachbar- gemeinden daher von außerordentlicher Bedeutung für eine gute Bildungs- und Lebensqualität. Die Gemeindevertretung Schöneiche bei Berlin fordert deshalb den Landkreis Oder-Spree auf, den Standort Erkner der „Regine Hildebrandt Schule“ dauerhaft zu erhalten.'

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