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Die Wahl des Schöneicher Bürgermeisters steht (bald) vor der Tür...

Am 22.April 2012 soll Schöneiche einen neuen Bürgermeister wählen. Eine eventuelle Stichwahl würde am 13.Mai 2012 erfolgen. So der Terminvorschlag der Gemeindevertretung, der nun noch vom Landkreis als Aufsichtsbehörde genehmigt werden muss.

Seit 1996 ist Amtsinhaber Heinrich Jüttner (parteilos) nun am Ruder in der Gemeindeverwaltung. Ohne Parteimitglied zu sein, fährt er dabei auf einem SPD-Ticket. Er wird auch 2012 noch einmal kandidieren. Das teilte der Bürgermeister bereits in einem Interview mit der "Schöneiche KONKRET" nach dem Heimatfest 2010 mit.

Interessant ist sein Stimmungswandel seit dem Frühjahr 2011. Bei der Sitzung der Gemeindevertretung am 7.März brachte Jüttner zum Ausdruck, er empfinde die Zusammenarbeit mit der Gemeindevertretung - an der ein Bürgermeister nicht vorbeikommt - als unerträglich. Acht Tage später bestätigte er dies in einem Brief an die Schöneicher Abgeordneten. Für ihn fühle sich seine 16jährige Amtszeit wie 25 Jahre an, schrieb er.

Außerdem stellte Jüttner klar, es sei für ihn unwichtig, ob er noch einmal zum Bürgermeister gewählt werde. Er schrieb: "Ich muss nicht noch einmal gewählt werden. [...] Nach 16 Amtsjahren steht mir ein Ruhegehalt zu, wenn ich nicht noch einmal gewählt werde. Alle diejenigen, die meine erneute Wahl verhindern, tun mir einen Gefallen." (Brief von Bürgermeister Heinrich Jüttner an die Mitglieder der Gemeindevertretung, 15.03.2011)

Zudem kündigte Jüttner an, er werde als unabhängiger Einzelkandidat auf dem Wahlzettel stehen und keinen Wahlkampf machen werde.

Ihn der MOZ vom 14.Dezember lässt sich sich der Bürgermeister nun mit den Worten zitieren, er übe sein Amt gerne und leidenschaftlich aus. Sollte seine Wiederwahl nicht gelingen, sei das für ihn kein Weltuntergang. Mit dem Wahlkampf habe er noch (!) nicht begonnen.

Bemerkenswert ist zudem ein Zitat des Schöneicher SPD-Ortsvorsitzenden Ralf Steinbrück: "Wir stellen einen Kandidaten auf, im Januar. Ich will nicht ausschließen, dass es wieder Heinrich Jüttner werden könnte." (MOZ vom 14.12.2011) Was aus der angekündigten, unabhängigen Einzelkandidatur wird, bleibt also abzuwarten.

In jedem Fall wird Heinrich Jüttner nicht der einzige Kandidat bei der Schöneicher Bürgermeisterwahl bleiben. Nach Presseberichten erwägt auch der von der SPD verstoßene, ehemalige Orts- und Fraktionsvorsitzende, Dr. Philipp Zeschmann eine Kandidatur, obwohl er diese Anfang des Jahres noch kategorisch ausgeschlossen hatte. Ebenso wie der CDU/FDP-Fraktionsvorsitzende Andreas Ritter. Dieser könnte nun, trotz vormaligem Dementi, für die CDU ins Rennen gehen, nachdem sein Ortsverband einen ersten Kandidaten wieder abserviert hatte. Offen ist auch eine Kandidatur für den neuen Ortsverband von Bündnis 90/Die Grünen.

Es kann also recht bunt werden bei den Schöneicher Bürgermeisterwahlen. Neben den Demokratinnen und Demokraten wird es aber wohl leider auch eine rechtsextreme Kandidatur geben: Die neofaschistische NPD will nach eigener Ankündigung die Woltersdorfer Nazi-Aktivistin Antje Kottusch nominieren.

DIE LINKE wird dem unentschlossenen und amtsmüden Heinrich Jüttner einen starken Alternativkandidaten entgegenstellen. Dieser soll im Januar von einer Mitgliederversammlung gewählt und voraussichtlich im Februar öffentlich vorgestellt werden.

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