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Ergebnis der Bundestagswahl 2013 (Quelle: tagesschau.de)

»Das ist eine Wahl mit zweischneidigen Ergebnissen«

Keine Wahl in den letzten 20 Jahren hat so starke Verschiebungen der politischen Landschaft in Deutschland mit sich gebracht wie die vom vergangenen Sonntag.

Die FDP - die Partei mit den meisten Regierungsbeteiligungen in der Geschichte der Bundesrepublik - wird nicht mehr im Deutschen Bundestag vertreten sein. Die CDU/CSU verpasst nur knapp eine absoluten Mehrheit vorbei - das gab es zuletzt in den 60er Jahren unter Kanzler Konrad Adenauer. Und mit der AfD verfehlt eine rechtspopulistische Partei nur um Haaresbreite den Einzug ins Parlament.

"Das ist eine Wahl mit zweischneidigen Ergebnissen", konstatiert Fritz Viertel, Vorsitzender der LINKEN in Schöneiche bei Berlin. Auf der einen Seite gibt es eine dünne rot-rot-grüne Mehrheit im neuen Bundestag. Doch SPD und Grüne verweigern sich einem Politikwechsel. Auf der einen Seite hat DIE LINKE ein stabiles Ergebnis erreicht und den Wiedereinzug in den hessischen Landtag geschafft. Im Bundestag ist sie nun die drittstärkste Partei und könnte Oppositionsführerin werden. Auf der anderen Seite gab es, besonders in Ostdeutschland, deutliche Stimmenverluste.

Besonders bitter sind die Verluste in Brandenburg. Hier gingen mehrere Direktmandate verloren, die DIE LINKE im Jahr 2009 erringen konnte, ausgerechnet an die CDU. "Wir müssen diese Ergebnisse jetzt offen und ehrlich auswerten!", fordert Fritz Viertel, "Es ist davon auszugehen, dass die Einbußen auch mit der Politik der LINKEN in der rot-roten Landesregierung zu tun haben."

Die Ergebnisse des Landes und des Wahlkreises Frankfurt (Oder)/Oder-Spree spiegeln sich auch in Schöneiche bei Berlin wider. Der LINKEN-Kandidat Thomas Nord verliert sein Direktmandat, kann jedoch über die Landesliste wieder in den Bundestag einziehen.

 

Wahlergebnis, Gemeinde Schöneiche bei Berlin (Quelle: www.schoeneiche-bei-berlin.de)

ParteiErststimmen [Kandidat]Zweitstimmen
CDU
32,8 % [Martin Patzelt]32,1 %
DIE LINKE
27,2 % [Thomas Nord]24,7 %
SPD
24,5 % [Lars Wendland]21,8 %
Bü'90/Grüne
6,9 % [Jörg Gleisenstein]7,3 %
FDP
1,5 % [Rolf Offermann]2,5 %
AfD
--- [---]5,7 %
NPD
2,8 % [Klaus Beier]2,0 %
PIRATEN
3,8 % [Martin Hampel]2,8 %

Demnach verliert DIE LINKE ihren Status als stimmenstärkste Partei, bleibt aber auf Platz 2 vor der SPD. Sehr erfreulich ist, dass die Wahlbeteiligung in der Waldgartengemeinde im Vergleich zu 2009 deutlich von 62,2 Prozent auf 78,1 Prozent gestiegen ist und damit über den Bundesdurchschnitt liegt.

 

Alle Wahlergebnisse bundesweit finden sich unter www.bundeswahlleiter.de.

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