11. April 2018

Klimawandel macht keinen Bogen um Schöneiche

Eine solche Photovoltaikanlage ist inzwischen auf dem Schöneicher Rathausdach installiert, beschlossen von der Gemeindevertretung auf Antrag der LINKEN (Bild: CC0 Creative Commons)

Seit Jahren engagiert sich die Schöneicher LINKE besonders für lokale Maßnahmen zur Energiewende. Die Herausforderung ist, auf der Kommunalebene die entsprechenden wirkungsvollen Aufgaben zu finden – als lokale Bausteine für den sozial-ökologischen Umbau unserer Gesellschaft. Das heißt, die ökologische Frage sozial und gerecht, für und mit den Menschen vor Ort als regionale und dezentrale Aufgabe zu beantworten. Wer sich Atomkraftwerke abgeschaltet und CO₂-Emissionen radikal gesenkt wünscht, trägt auch Verantwortung für die kommunalen Notwendigkeiten – in Verwaltung, Wirtschaft und Privathaushalten.

 

Arbeitsgruppe und Klimabeirat

So kam es 2013 zur Bildung  des ehrenamtlichen Arbeitskreises „Energiewende in Schöneiche“ von interessierten Einwohner*innen. Motiviert von der Erkenntnis, dass sich der Klimawandel mit seinen erkennbaren gravierenden Folgen nicht mehr aufhalten lässt und auch Schöneiche nicht verschont. Neben der LINKEN wurde die Gruppe von den GRÜNEN mitgetragen.

Ein Nachteil wurde offensichtlich: Dem  Arbeitskreis fehlte als rein ehrenamtliche Gruppe der kommunalpolitische Rückhalt bzw. Schub. Nach Hinweisen erkannten Gemeindevertretung und -verwaltung dieses Problem. 2015 wurde die Bildung eines Klimabeirates beschlossen.

 

Viele Aufgaben zu bearbeiten

Neben der Erarbeitung klimapolitischer Leitlinien für die Gemeinde entwickelte der Beirat bereits ein Konzept für die Solaranlage auf dem Rathausdach. Derzeit wird an einer Broschüre zur Information über Klimaziele und -strategien, Förder- und Einsatzmöglichkeiten der Erneuerbaren Energien gearbeitet. Zudem gibt es Kontakte nach Rehfelde mit dem Ziel, sich an der dortigen Bürgerenergiegenossenschaft zu beteiligen.

Neben der Öffentlichkeitsarbeit wird der künftige Schwerpunkt des Beirates auf weiteren Einsatzpotenzialen grüner Energie liegen, etwa in neuen Wohngebieten.

Beim Heimatfest am 9./10. Juni 2018 stehen die Beiratsmitglieder gern für Fragen und persönliche Gespräche zur Verfügung.

 

von Detlef Wilke und Wolfgang Wittmer, Mitglieder des Schöneicher Klimabeirates

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