17. September 2017

Thüringen, Deutschland und die Welt

v.l.n.r.: Thomas Nord (Bundestagsabgeordneter und -kandidat), Bodo Ramelow (Ministerpräsident Thüringen), Franziska Schneider (Moderatorin)

Der Ministerpräsident Bodo Ramelow war am Freitag zu Gast im Wahlkreis und nahm dabei an einer Podiumsdiskussion mit Thomas Nord teil. Vor einem politisch interessierten Publikum entwickelte sich im gut gefüllten Saal der Kulturgießerei in Schöneiche eine interessante Diskussion, die die Besucherinnen und Besucher nicht nur aufmerksam verfolgten, da sie nach 45 Minuten selbst rege die Gelegenheit hatten und wahrnahmen, den beiden die Fragen zu stellen, die sie am meisten beschäftigen.

Die Bandbreite der Themen reichte dabei von den besonderen Erfahrungen, die Bodo Ramelow als erster LINKER Ministerpräsident macht, über den Vergleich der Brandenburger und Thüringer Landespolitik, bis hin zu den konkreten Problemstellungen, die im Wahlkreis deutlich werden und welche Lösungsansätze DIE LINKE anbietet. Ferner kam auch das Persönliche nicht zu kurz, wie man im Videomitschnitt sehen kann.

Auch bei diesem Diskussionsabend wurde insgesamt deutlich, dass die Situation im Wahlkreis Frankfurt/Oder-Spree keine einheitliche ist. Während der östliche Teil des Wahlkreises in und um Frankfurt (Oder) und Eisenhüttenstadt seit knapp 30 Jahren Schrumpfungs- und Abwanderungsprozesse beklagt, hat man es im berlinnahen Schöneiche eher mit Wachstumsproblemen zu tun. Nach Jahrzehnten, in denen man im Land Brandenburg vor allem damit beschäftigt war, mit den Schrumpfungsproblemen zurechtzukommen, liegt die Herausforderung in den berlinnahen Bereichen in der Antizipation der Wachstumsprobleme. „Wir brauchen hier Neubau von Wohnraum, mehr Kita- und Schulplätze, auch der Verwaltungsaufwand wird durch den anhaltenden Zuzug steigen“, stellte Thomas Nord fest. „Die Politik der Schwarzen Null ist angesichts niedriger Zinsen und drängender Investitionen einfach nur Schwachsinn.“

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